Über uns

Llacuna 39 ist ein Cohousing-Wohnprojekt für 27 Familien in Barcelonas Stadtteil Poble Nou, das der Bevölkerungsabwanderung im Viertel entgegenwirken soll.

Es ist ein Cohousing-Wohnprojekt, bei welchem zum Selbstkostenpreis ein Gebäude entsteht. Alle Bewohnerinnen und Bewohner beteiligen sich bei dessen einzigartigem Entwurf sowie bei der demokratischen Organisation der Kooperative.

Dieser Prozess verstärkt das Gemeinschaftsgefühl und ermöglicht allen ein wirkungsvolles, kollektives Handeln. Während sich normalerweise ein Hauskauf auf einen individuellen wirtschaftlichen Austausch beschränkt, schafft gemeinschaftliches Wohnen nicht nur einen leichteren Zugang zum geförderten Wohnen, sondern auch bessere wirtschaftliche Bedingungen insgesamt.

Wir ermöglichen den Leuten von Poble Nou nicht nur in ihrem Viertel wieder Fuß zu fassen, sondern bei Nachbarschaftsprojekten auf lange Sicht teilzunehmen, denn nur beständige Mietsicherheit garantiert das Erreichen anhaltender Ziele. Außerdem bieten wir der Nachbarschaft die Nutzung einiger unserer Gemeinschaftsräume. Auf diese Weise regen wir einen regen Austausch im Viertel an und das Sozialgefüge der Gemeinschaft wird gestärkt.

In unserem Gebäude werden 27 Familien wohnen, die ihre Wohnungen und Gemeinschafts-räume mit unseren Architekten nach dem neuesten technologischen Stand in Sachen Nach-haltig¬keit und Energieeffizienz entworfen haben.

Wohnungsbedingungen können und sollten gesundheitsfördernd sein. Deshalb basieren unsere Entwürfe auf den Prinzipien nachhaltiger Architektur und gesunden Wohnens.

Besitz: Eigentum und Zession

Besitztitel und Grundbesitz in Wohnunskooperativen können ganz unterschiedlich aussehen. Ihre Bandbreite erstreckt sich von Eigentum bis hin zur Zession. Auch Mischformen kommen vor.

Wir bei coHousing Barcelona arbeiten mit einer rechtlichen Mischform von Besitz: Kombiniert werden der individuelle Besitz der Wohnungen mit kollektiver Zession auf der einen Seite mit dem Nießnutz der Gemeinschaftsräume sowie deren Wartung und Verwaltung auf der anderen. Rechtliche Grundlage dafür ist das Spanische Kooperativrecht, welches das von der Kooperative abgestimmte Reglement legitimiert. In letzterem enthalten ist u.a. eine Klausel, die allen Mitgliedern der Kooperative auferlegt, einen eventuellen Verkauf ihrer Wohnungen nur an andere, auf der Warteliste stehende Mitglieder zu tätigen. Damit wird der Immobilien¬spekulation ein Riegel vorgeschoben.

Wenn die Wohnungsfinanzierung getilgt ist, werden die Familien zu den rechtlichen Besitzern ihrer Wohnungen und die Kooperative bleibt im Besitz der Gemeinschaftsräume. Werden Wohnungen unter Mitgliedern verkauft, geschieht dies ohne Gewinn. Die Verkäufer be¬kom¬men allerdings ihre gesamte Investition zuzüglich des jährlichen Wertzuwachses gemäß dem Verbraucherpreisindex zurück.